Während Skisportbegeisterte die verschneiten Hänge nutzen, nimmt sich die bäuerliche Bevölkerung im Tal eine Zeit der Entschleunigung.

Auf seinem Bauernhof auf 1.200 Meter Seehöhe hält Klement Kleinferchner Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine. Seit vielen Jahren züchtet er Noriker – fünf Zuchtstuten, Fohlen und ein Hengst gehören zu seinem Bestand. Eine der Stuten setzt er auch fürs sogenannte „Holzrücken“ ein: Statt eines Traktors zieht das Pferd gefällte Baumstämme zum Sägewerk in Krakau. Das Werk aus den 1960er Jahren nimmt Otto Siebenhofer nur bei Bedarf in Betrieb – er kennt es seit seiner Kindheit.


Der Volksmusik hat sich das Quartett „Fünf für Eva“ aus Murau verschrieben. Die vier Musikerinnen lernten sich beim Studium kennen und gründeten vor fünf Jahren die Gruppe. Ihre neuesten Kompositionen proben sie in der Murauer Hütte auf 1.600 Meter Seehöhe. Dort kümmern sich Edie Frisch und seine Frau Waltraud seit knapp elf Jahren um hungrige Tourengeher.
Frühmorgens steigt der ehemalige ÖSV-Langläufer Wolfgang Maier in sein kleines Pistengerät, um die vier Kilometer lange Langlaufloipe am Weirerteich zu präparieren. Eineinhalb Stunden lang spurt er täglich die Strecke – sein Ziel ist es, den Langlaufsport in der Region wieder beliebter zu machen. Nicht weit entfernt trifft sich bei guten Bedingungen eine kleine Gruppe zum Eisstockschießen.


Fünf Stunden vor Abfahrt muss Simon Jäger die knapp 120 Jahre alte Schmalspur-Lok der Murtalbahn vorheizen. Gemeinsam mit dem erfahrenen Heizer und Lokführer Robert Spreitzer bildet er ein eingespieltes Team.
Heimat im Schnee- der Winter rund um den Preber
19. Februar um 20:15 auf ORF 3

Regie: Michael Weinmann
