Auch wenn die behördlichen Ermittlungen noch laufen und die genauen Umstände derzeit nicht feststehen, macht die öffentliche Diskussion deutlich, wie sehr dieses Thema viele junge Frauen und ihre Familien beschäftigt.
Für Lydia Künstner-Stöckl steht dabei vor allem die Sensibilisierung im Mittelpunkt:

„Die Sorgen und Ängste der Mädchen und Frauen müssen ernst genommen werden. Jede und jeder soll sich bei Festen, Veranstaltungen und beim Ausgehen sicher fühlen können. Gerade junge Frauen berichten immer wieder von Unsicherheiten beim Fortgehen. Deshalb ist es wichtig, offen über das Thema zu sprechen, aufeinander Acht zu geben und Verdachtsfälle ernst zu nehmen. Niemand soll mit seinen Sorgen allein gelassen werden.“
Lydia Künstner-Stöckl, SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzende im Bezirk Murau
NR Wolfgang Moitzi verwiess dabei auf die Informationskampagne des Frauenministeriums zu K.O.-Tropfen und die Notwendigkeit, das Bewusstsein für die Gefahren weiter zu stärken.
Moitzi kündigt daher eine konkrete Präventionsmaßnahme an:

„Aufklärung ist ein wichtiger Beitrag zur Prävention. Es braucht Aufmerksamkeit, gegenseitige Unterstützung und die klare Botschaft, dass die Verantwortung immer bei den Tätern liegt – niemals bei den Betroffenen. Vor dem Arbeiterkammersaal wurden kostenlose Getränkeschutzhüllen verteilt. Damit wollten wir auf die Problematik aufmerksam machen und insbesondere junge Menschen dabei unterstützen, ihre Getränke auf Veranstaltungen besser zu schützen. Jede Maßnahme, die das Bewusstsein schärft und für mehr Sicherheit sorgt, ist wichtig.“
NR Wolfgang Moitzi
Moitzi und Künstner-Stöckl appellieren auch an Veranstalter, Vereine und Besucherinnen und Besucher, aufmerksam zu sein und Verantwortung zu übernehmen. „Sicherheit entsteht durch Zusammenhalt und gegenseitige Rücksichtnahme. Wer etwas Verdächtiges beobachtet oder Hilfe benötigt, soll sich nicht scheuen, Unterstützung zu holen oder die Polizei zu verständigen.“

Abschließend halten beide fest: „Unser Ziel ist, dass junge Menschen unbeschwert und sicher feiern können. Aufklärung, Prävention und ein respektvoller Umgang miteinander sind dafür die wichtigsten Voraussetzungen.“
