David Ofner ist 17 Jahre alt und kommt aus St. Marein bei Neumarkt. Er besucht derzeit die HTL Mössinger Straße in Klagenfurt mit dem Schwerpunkt Elektronik und technische Informatik. Wenn er nicht gerade in der Klasse sitzt, spielt er sehr gerne Volleyball, geht je nach Jahreszeit Rad oder Ski fahren und spielt natürlich auf seinem Schlagzeug. Zugegebener Weise macht er das in der Schule auch, indem er die ganze Zeit auf dem Tisch herumklopft, um Rhythmen auszuprobieren (das stört die Lehrer allerdings des Öfteren).
Für STORI war david bereit, über seine große musikalische Leidenschaft zu sprechen.

Erinnerst du dich noch daran, wann du das erste Mal getrommelt hast? Und wann hast du das erste Schlagzeug bekommen?
Ja, ich erinnere mich noch. Es war 2016 im Herbst, als ich in der Musikschule meine ersten Sticks in die Hand bekommen habe, um auf die kleine Trommel zu schlagen. Es war ein tolles Gefühl, da ich schon immer dieses Instrument lernen wollte und die Zeit jetzt endlich gekommen war, dies zu verwirklichen. Mein erstes Schlagzeug müsste ich dann 3 Jahre später bekommen haben. Das war dann also 2019. Es war, als hätte ich Weihnachten, Ostern und Geburtstag gleichzeitig gefeiert. Es war ein Tama Imperialstar und ist es immer noch. Ich spiele mit dem gleichen Schlagzeug seit eh und je. Nur das über die Jahre immer mehr Komponente hinzugekommen sind, um meine Stücke noch ausgefallener spielen zu können.

Wie oft übst du derzeit, um dich musikalisch weiterzuentwickeln?
Ich übe so oft wie ich kann. Wegen der Schule ist das leider nicht täglich möglich, ich versuche aber abgesehen von der Musikschulstunde und der Probe mit dem Musikverein trotzdem viel Schlagzeug zu spielen.
Du kommst aus einer sehr musikalischen Familie. Welche Rolle spielt Musik in eurem Alltag?
Musik spielt eine große Rolle in meinem Alltag. Da eben meine Eltern beide in einem Chor singen, habe ich auch noch zusätzliche Berührungspunkte zur Musik. Sie begleitet mich den ganzen Tag über meine Kopfhörer, oder eben von mir selbst gespielt. Egal wann, egal wo, die Musik hilft mir abzuschalten und die kleinen Dinge im Leben zu genießen und wertzuschätzen.

Neben dem Schlagzeug spielst du auch Marimba und Pauken. Wie bist du auf diese Instrumente aufmerksam geworden?
Marimba und Pauke sind eine der vielen Instrumente die man als Schlagwerker spielen muss. Wenn man in der Musikschule das Schlagwerk lernt, besteht die Ausbildung nicht nur aus Schlagzeug spielen. Das Register des Schlagwerkes ist groß, deswegen werden einem auch Instrumente wie Pauke und Marimba, aber auch alle andere Art von Stabspiele wie Xylophon oder Glockenspiel beigebracht. Nicht zu vergessen die anderen Percussions wie Bongos oder auch die Triangel. Wobei die Pauke und die Marimba die interessantesten neben dem Schlagzeug sind.
Und wie intensiv übst du diese Instrumente?
Zurzeit ziemlich intensiv, da das goldene Leistungsabzeichen im Juli bevorsteht. Bei dieser Prüfung muss ich diese zwei Instrumente gut beherrschen, deshalb muss ich die Technik ausreichend üben um mir eine Auszeichnung zu sichern.
Hast du zuhause ein eigenes Schlagzeug und wie oft übst du in der Woche?
Wie oben schon gesagt ist es wegen der Schule nicht immer einfach, aber ich versuche auf meinem Schlagzeug mehrfach in der Woche zu spielen.

Du hast erzählt, dass du aktuell intensiv für dein Pauken-Abzeichen im Juli übst. Wie groß ist die Vorfreude beziehungsweise Nervosität und wie oft trainierst du momentan dafür?
Im Juli steht die praktische Prüfung für das goldene Leistungsabzeichen (LAZ) bevor, also geht es dort nicht direkt um die Pauke, sondern das ist eine Prüfung um die generellen Fähigkeiten am Schlagwerk zu prüfen. Ich spiele dort zwar auch Pauke, jedoch ist das nur ein kleiner Teil der Prüfung. Es werden nämlich auch ein Solo auf dem Stabspiel (bei mir am Marimba), sowie mehrere Stücke am Schlagzeug und auf der kleinen Trommel erwartet. Ich bin noch nicht nervös, da ich mir sicher bin das ich diese Prüfung gut ablaufen wird. Ich übe zurzeit hauptsächlich für diese Prüfung da es mir viel bedeutet diese mit einer Auszeichnung abzuschließen.

Wie viele Abzeichen hast Du schon erreicht und möchtest du noch machen?
Ich habe schon das silberne LAZ, den Vorfolger des goldenen LAZs, bestanden. Nachdem ich auch das Goldene absolviert habe, ist das nächste Ziel die Abschlussprüfung der Musikschule. Diese wird dann wahrscheinlich im nächsten bis übernächsten Jahr passieren.

Welche großen Ziele möchtest du in deiner musikalischen Laufbahn noch erreichen?
Mein großes Ziel ist es weiter an der Musik Spaß zu haben. Ich bin gerade erst am Anfang meiner Laufbahn und mir ist noch ziemlich viel ungewiss. Ich will aber den Spaß an der Musik nie verlieren. Ob ich dann einmal in einer Band spiele, was einer der idealen Szenarien wäre, meine Zeit mit der Blasmusikkappelle verbringe, oder an einem neuen Marimbasolo arbeite – ich will die Musik in meinem Leben behalten.




Du spielst auch bei der Blasmusik St. Marein. Seit wann bist du dort dabei und was gefällt dir besonders daran?
Ich spiele seit 2019 bei der Blasmusik St. Marein. Mir macht es sehr viel Freude mit so vielen anderen Musikern musizieren zu dürfen. Die Gemeinschaft, die man durch die Musik teilen darf ist unglaublich. Ich genieße es von Probe zu Probe einen immer schöneren Klang zu hören die Endergebnisse unserer Proben beim Osterkonzert vorzeigen zu dürfen. Die Musik, die mit einer Blasmusikkapelle entsteht ist unbeschreiblich schön und verbindet.

Was war bisher dein persönliches und musikalisches Highlight?
Mein bisheriges Highlight in der Musik war definitiv das Erproben und Vortragen des Stücks „Yellow after the Rain“ beim Charity Award Konzert in Murau. Mit diesem Stück habe ich das Marimba spielen erst so richtig gelernt und bin draufgekommen, wie sehr mir dieses Instrument gefällt. Mein erster richtiger Soloauftritt auf so einer Bühne war eine schöne Erfahrung, mit der ich wachsen kann.
Einer deiner großen Träume wäre es, einmal bei der Militärmusik zu spielen. Was begeistert dich daran besonders?
Ich möchte meine Zeit beim Heer damit verbringen, um bei der Militärmusik zu spielen. Warum? Ganz einfach! Es ist eine großartige Möglichkeit meine Fähigkeiten am Schlagwerk auf ein neues Level zu bringen. Außerdem habe ich mehrfach gehört das es eine tolle Erfahrung sein soll. Ich freue mich schon bei der Aufnahmeprüfung vorzuspielen.
Außerdem träumst du von einer eigenen „David Ofner Band“. Wie würde diese aussehen und was würdest du gerne verwirklichen?
Bei einer Band als Schlagzeuger mitzuspielen wäre das Schönste was passieren könnte. Ich spiele Schlagzeug aus Leidenschaft und würde auf jeden Fall gerne in einer Band spielen, um noch mehr Musik zu machen und mehr Erfahrungen zu sammeln. In meinem Schlagzeugzimmer Playback zu spielen ist zwar cool, aber eine mit einer echten Band auf einer Bühne zu rocken wäre ein großer Traum.

Du besuchst derzeit noch die Schule. Welche Ausbildung machst du aktuell und welche Pläne hast du für die Zukunft?
Wenn ich die Schule abgeschlossen und die Zeit beim Heer erfolgreich zu Ende gebracht habe will ich mir einmal ein Jahr Auszeit genehmigen, um die Welt zu erkunden. Verschiedene Kulturen und Länder haben mich schon immer interessiert. Und da ich abenteuerlustig bin und gerne Rad fahre könnte man sicher interessante Orte erkunden. Wenn das nicht funktioniert oder ich genug habe, würde ich gerne studieren. Ob dieses dann mit der Musik zu tun hat oder doch mit meiner aktuellen Ausbildung als Elektroniker, liegt noch in den Sternen.
Was möchtest du mit dem Schlagzeig erreichen?
Ich möchte meine Fähigkeiten immer weiter verbessern und das Spielen einfach genießen. Ich würde liebend gern in einer Band spielen und mit anderen Menschen musizieren, um die Musik weiterhin wertzuschätzen und anderen Menschen das Gefühl zu geben, das auch ich immer spüre, wenn ich Musik in meinen Ohren höre.
Zum Abschluss: Möchtest du unseren Leserinnen und Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?
Haltets die Ohren steif!
Danke lieber David für das interessante Interview und wir wünschen Dir, dass sich all Deine Träume und Wünsche verwirklichen lassen.
