In den 1980er Jahren bekam sie als Teenager von ihrem Vater eine Gitarre geschenkt, um sich beim Singen selbst zu begleiten. Ihr Vater – liebevoll „Vati“ genannt – war damals regelmäßig unterwegs in Discotheken und Gasthäusern, um die dortigen Musikboxen mit den neuesten Singles zu bestücken. Er war, wenn man so will, die analoge Version von Spotify: Er wusste, was gut lief, was nicht funktionierte – und stellte danach die „Playlist“ der Musikboxen zusammen.
Dazu brauchte es ein breites Repertoire – Wissen und ein offenes Ohr für verschiedenste Genres –Sabine wuchs inmitten dieser Klangwelt auf. Die aktuellen Hits liefen im Hause Holzinger rauf und runter, und es war vor allem die Country-Musik, die sie begeisterte. Schon früh sang sie die Gassenhauer und begleitete sich auf ihrer Gitarre – und als ihr Vater sie eines Tages mit zum legendären Country Fest nach Bad Ischl nahm, war es endgültig um sie geschehen.

© Viertbauerpromotion
Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, welch außergewöhnliche musikalische Karriere einige Jahre später ihren Anfang nehmen würde. Sabine – längst bekennender Country-Fan – wurde Frontfrau der Salzburger Country-Band Saltcastle Bullwashers und wurde mehrfach zur besten Countrystimme Österreichs gekürt. In dieser Zeit entstand auch ihr Künstlername: Sassy. Neben der Musik arbeitete sie an der Kinokassa im legendären Salzburger Elmo-Kino, als Verkäuferin und in der Altenpflege – bis eines Tages Fred Jaklitsch anrief und fragte, ob sie bei einem neuen Bandprojekt namens SEER mitwirken wolle.

Er spielte ihr erste SEER-Demos vor – und Sassy war sofort fasziniert. Eine musikalische Begegnung der dritten Art – etwas völlig Neues, das sofort unter die Haut ging. Was danach folgte, ist österreichische Musikgeschichte: 28 Jahre lang prägte Sassy als Sängerin mit der Band DIE SEER den Sound einer ganzen Generation mit. Ihre unverwechselbare Stimme wurde zum Herzstück von Hits wie Wilds Wossa, Schee war’s, wennst do warst oder Hoamatgfühl – und zur stimmlichen DNA der Band.
Als am 30. Dezember 2024 im Wiener Konzerthaus der Vorhang nach dem allerletzten SEER-Konzert fiel, ging ein wesentlicher Abschnitt in Sassy Holzingers Lebensgeschichte zu Ende. Doch das Leben würfelt nicht mit all seinen Höhen und Tiefen. In dieser emotionalen Zwischenzeit musste sie noch einmal Abschied nehmen: Am 17. März 2025 verstarb ihr geliebter Vater, den sie in seinen letzten Wochen liebevoll umsorgte. In dieser mentalen Ausnahmesituation entstanden tief berührende Texte und neue Lieder – kraftvoll, ehrlich, lebendig. Sie erzählen von Verlust, Neubeginn und der großen Kraft der Musik.

© soulspacestudios
Die erste Single „Mama wü tanzen“ eröffnet den Reigen zum Debütalbum, das im November 2025 erscheint. Zeitgleich startet Sassy ihre erste Tour unter dem Titel:„SASSY live mit Band – Tour 2025.“ Auf dieser Tour gibt Sassy einen berührend-lebendigen Vorgeschmack auf das, was kommt: authentische Songs, tief aus dem Herzen, mitten aus dem Leben – typisch Sassy eben!
Von großen SEER-Hits wie „Wilds Wossa“, „Schee wars, wennst do warst“ oder „Hoamatgfühl“, über ihren preisgekrönten Country-Erfolg „You Are My Angel“, bis hin zu brandneuen, ganz persönlichen Liedern aus dem kommenden Soloalbum (VÖ: 7. November).

© soulspacestudios
Auch Welthits und Austropop-Klassiker, die Sassy selbst durch ihr Leben begleitet haben, finden ihren Platz – genauso wie die Lieder, die sie über Jahrzehnte mit ihrer Stimme geprägt hat. Von Nashville bis ins Salzkammergut spannt sich der musikalische Bogen – getragen von einer erstklassigen Liveband, mit viel Gefühl, Charme und einer ordentlichen Portion Lebensfreude.
Denn wer Sassy kennt, weiß: Herzlich lachen und gerührt sein liegen bei ihr oft nur einen Song auseinander. Freuen Sie sich auf zwei Stunden voller Musik, Emotionen und Überraschungen – eine musikalische Berg- und Talfahrt durch ein bewegtes Leben.
🎟 Jetzt Karten sichern – https://www.sassy.at/#live
Infos zu Sassy: www.sassy.at
Im Vorfeld zur Tour 2025 hat Sassy der Redaktion von STORI ein Interview gegeben:

Was ist das für ein Gefühl, nach vielen Jahren bei den Seern als Solo – Künstlerin einen neuen Weg zu gehen und auf der Bühne zu stehen?
Es ist für mich ein Neustart mit sehr viel Respekt und Demut vor allem, was da auf mich zukommt. Keinesfalls „a gmahte Wiesn“- und ich bin Gott sein Dank nicht ganz allein. Ich habe eine wunderbare Band auf der Bühne – tolle Musiker und Menschen und mit Viertbauer Promotion ein Team hinter mir, das mir den Rücken stärkt und schon seit Anfang des Jahres unfassbar viel Energie und die Sache steckt. Alleine hätte ich das niemals geschafft.
Was dürfen sich die Fans von der neuen CD erwarten?
Seit Anfang des Jahres wird fleißig an den Songs gearbeitet. Ich wusste, ich möchte weiter im Dialekt singen, weil man seine Geschichten direkter in die Herzen des Publikums singen kann. In einigen tollen und intensiven Songwriting – Camps entstand dann wunderbare neue Musik. Sehr persönlich und authentisch und nahe am Leben. Mein Vater ist im März verstorben. Für ihn gibt es zwei sehr emotionale Songs auf der Produktion, die am 7. 11. erscheinen wird. Auch für meinen Sohn Andreas haben wir ein Lied geschrieben. Ich bin sehr stolz darauf, meine Geschichten erzählen zu dürfen, und hoffe, dass sich der eine oder andere im Publikum auch darin wiederfindet.
Sassy, Du hast eine nicht gerade leichte Zeit hinter Dir. Holst Du Dir aus der Musik die Kraft für Deinen weiteren Lebensweg?
Dass irgendwann einmal der Tag kommen wird, wo wir uns von geliebten Menschen verabschieden müssen, weiß jeder von uns. Aber wenn es für einen selbst dann zur harten Realität wird, dann zieht es einem schon mal den Boden unter den Füßen weg. Mein Vati bekam leider eine Diagnose, die nicht einmal einen Platz für ein vielleicht oder a bissl Hoffnung gelassen hat. Erst da merkt man wie kostbar die Zeit, jeder Moment, jede Berührung, jedes Gespräch und jede Umarmung ist. Von dieser Zeit hatten wir nicht mehr viel – und das Wichtigste für meine Familie und mich war es, ihn so zu begleiten, dass er sich trotz dieser tragischen Umstände wohl und geborgen gefühlt hat. Es hat bis zu seinem letzten Atemzug keinen Tag gegeben, wo ich nicht bei ihm im Pflegeheim und Altenheim war. Meine Schwestern, meine Mama und ich – wir haben ihn begleitet, waren für ihn da, haben gemeinsam gelacht, geweint und uns gegenseitig mit viel Liebe da durchgetragen. Es ist sehr schwer für mich, denn er war immer für mich da und jetzt muss das Leben ohne meinen Vati weitergehen, einfach so. Ich vermisse ihn sehr………….
Wir von STORI wünschen Sassy viel Erfolg auf ihrem neuen musikalischen Lebensabschnitt
