Valentin Siebenhofer, ist 19 Jahre alt und kommt aus der höchstgelegenen Gemeinde im Bezirk Murau, aus dem steirischen Krakau. Seine Familie bewirtschaftet hier den landwirtschaftlichen Betrieb vulgo Tockner. Die Schwerpunkte liegen hier auf Milchvieh und Milchviehaufzucht, Grünlandwirtschaft Almwirtschaft und Forstwirtschaft. Aktuell geht er an der HBLFA Raumberg – Gumpenstein zur Schule, welche er nächstes Jahr abschließen darf. Er hat viele Hobbys und Leidenschaften. Seine größte Leidenschaft aber ist die Landwirtschaft mit all ihren Facetten. Er mag es, auf dem Betrieb seines Vaters mitzuwirken und freut sich, diesen Betrieb in Zukunft übernehmen und weiterführen zu dürfen. In seiner Freizeit ist er in einigen Vereinen aktiv, unter anderem in der Landjugend, bei der Feuerwehr und vielen mehr.

Welche Bedeutung hat der Tag der Milch beziehungsweise der Weltmilchtag für dich persönlich?
Für mich hat er eine große Bedeutung. Einerseits zeigt er auf, welche qualitativ hochwertigen Lebensmittel wir produzieren, andererseits rückt er das bäuerliche, aufwendige und leidenschaftliche Handwerk, welches nicht nur heute sondern das ganze Jahr über ausgeübt wird, in den Vordergrund.
Warum spielt Milch im Alltag vieler Menschen eine wichtige Rolle?
Milch hat durch die natürlichen Nährstoffe wie Eiweiß, Fett, viele Vitamine und einige Mineralstoffe einen sehr hohen Nährwert. Auch geschmacklich ist sie eigentlich ein Multitalent und beliebt und gebraucht beim Frühstück, in Gebäck, Konditorei, oder wie bei mir oft als „Snack“ zwischendurch. Milch ist sehr universal einsetzbar, frisch und das Beste, der Konsum unterstützt direkt unsere Heimischen landwirtschaftlichen Betriebe.

Wie viel Arbeit und Engagement stecken hinter einem Glas Milch?
Es klingt blöd, aber eigentlich dreht sich der ganze Jahreskreislauf eines Landwirts mit Milchwirtschaft um ein Glas Milch. Die Arbeit startet im Frühjahr, wo Zäune für die Weide errichtet werden. Die Pflege und Aufzucht der Jungtiere, die richtige Futterzusammenstellung damit die Kühe es auch schmackhaft haben, natürlich die Ernte der Futterkomponenten im Sommer. Die tägliche Stallarbeit, welche zwischen 2 und 4 Stunden der täglichen Arbeitszeit in Anspruch nimmt, weiters braucht es viel Fingerspitzengefühl, Leidenschaft und vieles mehr.


Warum sollte regionale Milch deiner Meinung nach mehr Wertschätzung erhalten?
Milch ist natürlich, hochwertig und wie schon erklärt viel Arbeit. Heimisch zu kaufen oder sogar direkt vom Landwirt selbst erwerben verspricht den Konsumenten nicht nur hohe Qualitätsstandards, sondern auch den Erhalt unserer bäuerlichen Betriebe in der Region.

Was wünscht du dir von den Konsumentinnen und Konsumenten im Umgang mit regionalen Milchprodukten?
Ich wünsche mir, beziehungsweise sehe bei vielen das Verständnis für das bäuerliche Handwerk im Ganzen. Heimisch zu kaufen ist das Beste, was man beim Einkaufen machen kann. Ich wünsche mir aber auch das Bewusstsein, wo kommt mein Essen, meine Milch, oder sonstiges her. Mit der Kontrolle der heimischen Herkunft vergewissert man sich nicht nur dass es dem Tier am Betrieb gut geht, sondern auch dass hier mir Herzblut und Leidenschaft gearbeitet und unter höchsten Standards produziert wird.
Wie bist du auf die Idee dazu gekommen?
Die Idee ist aus einem lustigen Gespräch entstanden und gleich umgesetzt worden, es macht Spaß in der Küche neue Dinge auszuprobieren oder funktionierendes zuzubereiten.

Welchen Shake hast Du für unsere STORI Leserinnen und Leser gemacht?
Ich habe einen Erdbeer-Apfel Milchshake gemacht.
Was hat dir bei der Zubereitung besonders viel Spaß gemacht?
Ich finde es immer cool aus einem Urprodukt, wie in dem Fall, Früchte und Milch, einen Snack oder Getränk für zwischendurch zu machen. Ich finde es beruhigt, macht Spaß und das Wichtigste, es schmeckt.
Was war dir wichtig?
Das Wichtigste ist für mich die Herkunft, eine Erdbeere im Winter schmeckt mir nicht so gut wie jetzt, wo wir die mittlerweile aus dem Hochbeet selber ernten können. Ich finde man sollte und kann sich etwas anpassen, was man zu welcher Zeit im Jahr isst. Weiters wichtig ist die Hygiene, gutes Essen kommt nicht nur von guter Qualität, sondern auch vom sauber Arbeiten.
Machst du öfters Milchshakes für Dich?
Ja, ich mache oft Shakes, in allen Variationen, für zwischendurch, als Nachspeise oder als Frühstück, ganz egal, es schmeckt immer und ich trinke sie sehr gerne.
Dein Schlusswort für die Leserinnen und Leser?
Regionalität, Qualität und Geschmack beginnen nicht am Mittagstisch oder in der Küche, sie starten bei der richtigen Kaufentscheidung, denn heimisch zu Kaufen heißt nicht nur erhalten unserer Landwirtschaft, sondern Unterstützen eines Handwerks, welches bei uns in Österreich lange Tradition hat und der Grundstein für ein wunderschönes Landschaftsbild und eine funktionierende Gesellschaft ist.

Valentins Erdbeer – Apfel – Milch Shake:
Zutaten:
- 1 Liter frische Milch
- Eine Schüssel frische Erdbeeren aus dem eigenen Garten (je nach gewünschter Intensität)
- ca. 50–100 ml Apfelmus aus eigenen Äpfeln
Zubereitung:
Die Erdbeeren gründlich waschen und nach Belieben klein schneiden. Gemeinsam mit der Milch in einen Mixer geben und fein pürieren. Anschließend das Apfelmus hinzufügen und nochmals kurz mixen, bis eine gleichmäßige, cremige Konsistenz entsteht.
Je nach Geschmack kann die Intensität der Erdbeeren angepasst werden – für einen fruchtigeren Geschmack einfach mehr Erdbeeren verwenden.
Gut gekühlt servieren und frisch genießen!

Natürlich hat Valentin auch auf die Hygiene geachtet und dabei orange Gummihandschuhe getragen, damit die STORI-Leserinnen noch lange eine positive Erinnerung an ihn behalten.



































