Der 17-jährige Künstler besucht aktuell die Ausbildung zum Bildhauer in der Fachschule für Kunsthandwerk und Design. Neben Fußball und Schwimmen ist vor allem das Schnitzen und Zeichnen seit einigen Jahren seine große Leidenschaft.
Wann hast du zum ersten Mal ein Schnitzmesser und einen Schlägel in die Hand genommen und mit dem Schnitzen begonnen?
Tatsächlich schnitze ich erst seit 3 Jahren. Bei mir fing es im frühen Alter hauptsächlich mit Zeichnungen an. Ich bin eigentlich keine besonders begabte Person, wenn es um Schulfächer wie Deutsch, Mathe oder Englisch geht. Das Zeichnen fiel mir damals schon leichter. Seitdem ich 10 Jahre alt bin, zeichne ich regelmäßig.

Was hast du damals als Erstes geschnitzt?
Das Schnitzmesser und den Knüpfel hielt ich vor fast genau 3 Jahren das erste Mal in der Hand. Damals in der ersten Schulwoche der Fachschule.3. Mein erstes Schnitzprojekt war eine Birne 1 zu 1 nachzuschnitzen. Diese wurde dann auch angemalt.
Wie viele Jahre schnitzt du mittlerweile?
Im September beginnt für mich das letzte Jahr meiner Ausbildung in Elbigenalp die insgesamt 4 Jahre dauert.

Du besuchst derzeit die Bildhauerschule und bist dort in Ausbildung. Was gefällt dir an deiner Ausbildung besonders gut?
Besonders gut an der Schule finde ich, dass man viel Zeit zum Schnitzen hat und sich die Bildhauerlehrer wirklich sehr bemühen, das Beste aus einem rauszuholen.
Was hast du während deiner Ausbildung bisher am meisten gelernt und was hat dich dabei besonders geprägt?
Natürlich war am Anfang der Umgang mit dem Schnitzmesser sehr wichtig. Aber noch wichtiger finde ich die Proportionslehre und die Formbeschreibung der Knochen und Muskeln, die dort ziemlich genau gelernt werden.
Welche großen Ziele hast du für deine Zukunft, wenn du deine Ausbildung an der Bildhauerschule abgeschlossen hast?
Schnitzen & Porträtmalerei
In der Zukunft wäre es ein großes Ziel mein Hobby und Talent zum Beruf zu machen. Dort würde ich mich hauptsächlich auf die Bildhauerei fokusieren.



Neben dem Schnitzen gehört auch die Porträtmalerei zu deinen großen Leidenschaften. Du hast unter anderem Porträts von Andreas Gabalier, Cristiano Ronaldo und vielen weiteren bekannten Persönlichkeiten gemalt. Wie bist du zur Porträtmalerei gekommen?
Realistisch und genau zeichnen habe ich immer schon geliebt. Das erste richtige Portrait fertigte ich vor 3 Jahren im Zeichenunterricht für meine verstorbene Oma an.
Was fasziniert dich besonders daran, bekannte Persönlichkeiten möglichst realistisch auf Papier zu bringen?
Mich fasziniert es, wenn man die dargestellte Person anhand gewisser Merkmale sofort erkennen kann. Außerdem hat ein Portrait für mich persönlich eine ganz andere Wertigkeit als ein einfaches Foto.


Welche Figuren und größeren Projekte hast du bisher schon geschnitzt? Gibt es ein Werk, auf das du besonders stolz bist?
Ich habe mittlerweile schon mehrere Sachen geschnitzt. Doch besonders stolz bin ich immer noch auf meine Heiligenfigur, den heiligen Nepomuk.

Du bemalst auch deine geschnitzten Figuren und Arbeiten. Welche Farben verwendest du dafür und worauf achtest du beim Bemalen besonders?
Das ist unterschiedlich. Meistens Acrylfarben und Ölfarben. (Ölfarben eignen sich besser für schöne Übergänge). Ich denke es ist wichtig, dass man nicht zu kräftige Farben verwendet, da es sonst sehr unnatürlich aussehen kann.



Du schnitzt auch Faschingsmasken. Welche weiteren Arbeiten und Projekte gehören zu deinem Repertoire?
Ja genau, ich schnitze auch Muller Masken. Diese werden zum Beispiel häufig mit Ölfarben bemalt.
Gibt es ein bestimmtes Werk oder Projekt, das du unbedingt noch umsetzen möchtest?
Ich denke, dass ich nicht nur ein Projekt habe das ich unbedingt umsetzen möchte, es werden noch sehr viele werden.
Zum Abschluss gehört das letzte Wort dir: Was möchtest du unseren STORI-Leserinnen und Lesern noch mit auf den Weg geben?
Liebe Leser und Leserinnen von Stori. Da ich erst 17 Jahre alt bin, habe ich vielleicht noch nicht allzu viel Lebenserfahrung gesammelt. Jedoch kann ich über meinen Weg sagen, dass es bis jetzt der Richtige war. Ich habe trotz Kritik einfach das gemacht, was mir eine Freude macht.
STORI sagt Danke für das tolle Interview.
In der Fotogalerie sind die Arbeitsschritte zu sehen, bis eine Christusfigur ( aus Zirbenholz ) entsteht.















