Bereits um 10 Uhr war das Signal unüberhörbar: Mit einer Fanfare wurde der Familiensicherheitstag offiziell eröffnet. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher verfolgten den gemeinsamen Auftakt, bei dem LR Simone Schmiedtbauer, Obmann Waldverband Steiermark Paul Lang, Forstdirektor Franz Lanschützer (Salzburg), LK-Präsident Andreas Steinegger, Zivilschutzpräsident Marco Triller sowie Bürgermeister Patrick Weilharter die Bedeutung von Sicherheit und Prävention in der Land- und Forstwirtschaft hervorhoben.

Den Gästen bot sich ein eindrucksvoller Einblick in die Arbeit der Einsatzorganisationen: Feuerwehr, Polizei, Rettungshundebrigade und Rotes Kreuz präsentierten ihre Ausrüstung und Einsatzfahrzeuge.



© Kevin Geißler
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der forstlichen Arbeitssicherheit. Gemeinsam mit der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl gestaltete der Waldverband Steiermark zehn Informationsstände, an denen praxisnahes Wissen vermittelt wurde. Die Themenpalette reichte von Handwerkzeugen und Motorsägen Wartung über persönliche Schutzausrüstung, Fäll Techniken und Windwurfaufarbeitung bis hin zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Rund 750 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich fachkundig beraten zu lassen, Fragen zu stellen und zahlreiche Vorführungen hautnah mitzuerleben. Für besondere Aufmerksamkeit sorgten der Helmsimulator, ein Traktor mit Seilwinde und ein Spannungssimulator zur Veranschaulichung der Gefahren bei Windwurfarbeiten.

Ein rund sechs Meter hoher Baum bildete den Blickfang der Veranstaltung. Er diente als Publikumsmagnet bei einem Schätzspiel zum Stammvolumen mit Preisen bis 5.000 Euro und wurde am Nachmittag in einer Live-Vorführung fachgerecht gefällt, wodurch Besucherinnen und Besucher einen Einblick in professionelle Waldarbeit erhielten.
Ebenfalls am Gelände aufzufinden war die Landjugend, denn an diesem Tag fand nicht nur der Familiensicherheitstag statt, sondern auch der landesweite Bewerb Forst der Landjugend Steiermark.



© Kevin Geißler
Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der gesamten Steiermark zeigten ihr Können beim Fällkerbschnitt, Kettenwechseln oder Entasten.
Rund 60 Starter:innen aus zehn LJ Bezirken, darunter auch acht Mädchen, waren am 13. Juni 2026 in St. Lorenzen ob Murau (MU) dabei, um die Landesforstsieger:innen zu ermitteln. In den Disziplinen Fallkerb- und Fällschnitt, Kettenwechseln, Kombinations- und Präzisionsschnitt, Zielhacken und zwei Theoriestationen ging es heiß her. Die Finalbewerbe Geschicklichkeitsschneiden, Durchhacken und Entasten verlangten von den besten vier Teilnehmer:innen je Kategorie nochmals alles ab.


Von li. nach re.:Georg Schmied, Sonja Grassauer und Maximilian Eberdorfer – © Kevin Geißler
Die Sieger:innen beim diesjährigen Forstwirtschaft Landesentscheid im Rahmen des Familiensicherheitstages des Waldverband Steiermark in der Kreischberg Zielarena (MU) kommen heuer aus drei LJ Bezirken. Maximilian Eberdorfer aus der LJ St. Johann am Tauern erkämpfte sich den Landessieg in der Kategorie über 18. Sonja Grassauer konnte sich den Landessieg bei den Mädchen sichern. Unter 18 feierte Georg Schmied aus dem LJ Bezirk Leibnitz seinen allerersten Landessieg.

Durch die herausragenden Leistungen der Teilnehmer:innen Matthias Rinnhofer, Florian Stritzl, Jakob Zangl und Katja Pretterhofer ging der Mannschaftssieg in den LJ Bezirk Mürzzuschlag. Zweiter wurde der LJ Bezirk Bruck/Mur und der dritte Platz ging an den LJ Bezirk Judenburg.

Die Jüngsten konnten ihr Geschick in der Kinder-Area unter Beweis stellen, nämlich beim Forstschuh-Weitwurf oder beim Zusammenbauen von Nistkästen.

Ein besonderer Programmpunkt war die Verleihung des „Bewusst sicher sein“-Awards. Hier wurden vier Personen auf die Bühne geholt und für ihren besonderen Einsatz im Rahmen des Projekts geehrt. Das waren: Erika Güttersberger, Ideengeberin für das Projekt, Franz Sabin, begeisterter Schauspieler in unseren Videos, Georg Kleinferchner, spät entdecktes Talent beim Drehbuch Schreiben und Ulrich Seidl, Obmann des Waldverband Murau und unverzichtbar bei der Organisation für unseren Familiensicherheitstag.

Danke, an alle ProjektpartnerInnen, Beteiligte, Freiwillige, die an diesem Projekt mitgearbeitet haben und diese Veranstaltung zu dem gemacht haben, was sie war, nämlich ein Zeichen des Zusammenhalts und ein deutliches Signal an die Gesellschaft: Sicherheit ist immer Familiensache!


Georg Schmidt feierte seinen ersten Landessieg – © Kevin Geißler
STORI hatte die Möglichkeit, mit Georg Schmidt, der seinen ersten Landessieg feierte, ein kurzes Interview zu führen:
Wie oft hast du schon beim Forstwirtschafts-Landesentscheid gewonnen?
Das war bis jetzt mein erster Sieg bei einem Landesentscheid der Landjugend.
Hast du heuer damit gerechnet, dass du gewinnen wirst?
Ich bin zwar schon mit dem Ziel hingefahren einen Platz weiter vorne zu machen, aber wirklich sicher kann man sich nie sein, denn in einem Wettbewerb ist alles offen. Umso mehr freut es mich den ersten Platz machen zu dürfen.
Wie war der Bewerb für dich?
Für mich war der Bewerb sehr gut aufgebaut und fair gestaltet.
Wie hast du die einzelnen Stationen und Herausforderungen erlebt?
Die Stationen waren für mich jetzt keine neue Überraschung, dennoch ist es jedes Mal etwas Besonderes die Stationen zu durchlaufen.
Wie fühlt man sich als Gewinner des Landesentscheids?
Ich fühle mich sehr geehrt und erfreut diesen Preis gemacht zu haben.
Wer hat dich auf deinem Weg besonders unterstützt?
Unterstützt hat mich meine ganze Familie, das Forstwettkampfteam in Raumberg – Gumpenstein und unser ehemaliger Trainer Luidold Franz.
Was sind deine nächsten Ziele im Bereich Forstwirtschaft?
Meine nächsten Ziele werden sein, weiter an meinen Schneidkünsten zu arbeiten, um nächstes Jahr noch mehr Punkte zu holen.


































































































































































































































